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Wie verhält man sich bei einem Anruf auf der Notrufnummer

Bei einem Anruf auf der Notrufnummer ist es entscheidend, einen kühlen Kopf zu bewahren. Der Operator am anderen Ende ist ein geschulter Profi und wird Sie Schritt für Schritt anleiten. Ihre Aufgabe ist es, nicht in Panik zu geraten und so verständlich wie möglich auf die Fragen zu antworten.

1. Wählen Sie die richtige Nummer: 155 oder 112?

  • Rufen Sie 155 (Rettungsdienst): Wenn es sich ausschließlich um ein gesundheitliches Problem handelt (Herzinfarkt, Bewusstlosigkeit, schwere Verletzung, Erstickung). Sie erreichen direkt den medizinischen Operator und sparen so Sekunden.
  • Rufen Sie 112 (Integriertes Rettungssystem) an: Bei einem Verkehrsunfall, Brand oder einer Situation, in der Sie neben dem Rettungswagen auch Polizei oder Feuerwehr benötigen.

2. Was Sie dem Operator sagen müssen

Weichen Sie nicht vom Thema ab und antworten Sie immer genau auf das, was gefragt wird:

  • WO ist es passiert: In der Ortschaft geben Sie Straße und Nummer an, in den Bergen den Weg, Kilometerstein oder Orientierungspunkte (Brücken, Tankstellen).
  • Was genau ist passiert: Beschreiben Sie die Situation kurz (z.B. „Kollision zweier Autos“, „Herr ist zusammengebrochen und atmet nicht“).
  • WEM ist es passiert: Geben Sie die Anzahl der Verletzten, deren Zustand (Bewusstsein, Atmung, Blutung), Alter und Geschlecht an.
  • WER ruft an: Ihren Namen und Telefonnummer für den Rückruf.

3. Grundsätze der Kommunikation während des Anrufs

  • Aktivieren Sie die Freisprecheinrichtung: Sie haben dann die Hände frei, um Erste Hilfe zu leisten.
  • Hören Sie auf die Anweisungen des Operators: Der Operator wird Sie anleiten, wie Sie Blutungen stoppen oder wiederbeleben können, bis der Krankenwagen eintrifft.
  • Keine Angst, dass Sie aufhalten: Während der Operator mit Ihnen spricht, ist der Krankenwagen bereits unterwegs. Die Daten werden gleichzeitig an die Besatzung gesendet.
  • Legen Sie niemals zuerst auf: Der Operator beendet das Gespräch erst, wenn er alle notwendigen Informationen hat.

4. Was tun ohne GSM-Signal?

  • Notruf 112: Versuchen Sie, sie auch ohne Signal Ihres Betreibers anzurufen (das Telefon nutzt das Netz eines anderen Betreibers). Versuchen Sie, das Handy neu zu starten und wählen Sie "Notruf".
  • HZS-App: Drücken Sie die Taste, um Hilfe zu rufen. Die App sendet eine Notfall-SMS mit GPS-Standort, die auch bei minimalem Signal durchkommt.
  • Bewegung: Wenn es die Situation erlaubt, begeben Sie sich höher zum Kamm oder auf eine offene Fläche.

5. HZS-App

  • Übersicht der wichtigsten Funktionen der HZS-App

    Übersicht der wichtigsten Funktionen für Leser:

    • Hilfe anfordern: Schnelle Verbindung mit der Leitstelle der HZS mit automatischer Übertragung genauer Koordinaten und Informationen zum Gesundheitszustand.

    • Ausflugsbuch: Virtuelle Tour, bei der der Tourist die geplante Route und Rückkehrzeit eingibt. Wenn zur festgelegten Zeit keine Rückmeldung erfolgt und die sichere Rückkehr nicht bestätigt wird, benachrichtigt das System automatisch die Retter.

    • Interessante Orte: Praktische Kartenübersicht wichtiger Punkte, wie Berghütten, Notunterkünfte, HZS-Stationen und automatische externe Defibrillatoren (AED).

    • Warnungen und Hinweise: Aktuelle Informationen über die Lawinengefahr, Wegsperrungen und ungünstiges Wetter in den einzelnen Gebirgen.

  • SOS-Taste

    Wichtige Elemente auf dem Bildschirm:

    • Zentrale SOS-Taste: Dominanter roter Knopf in der Bildschirmmitte dient dem sofortigen Senden eines Notsignals und der Verbindung mit der HZS-Dispositionsstelle durch einfaches Drücken.

    • Automatische Lokalisierung und GPS-Genauigkeit: Im oberen Teil der Anwendung überwacht und zeigt sie ständig die aktuelle Position des Benutzers einschließlich genauer geografischer Koordinaten und Abweichung in Metern (in diesem Fall mit hervorragender Genauigkeit von 63 Metern). Diese Daten werden bei der Alarmaktivierung automatisch an die Rettungskräfte gesendet.

    • Testmodus: Der untere dunkelblaue Knopf „Testmodus einschalten“ ist eine äußerst praktische Funktion, die es Touristen ermöglicht, den Hilferufprozess probeweise zu testen, ohne das Risiko einer unbegründeten Belastung der Notrufleitung.

  • Wanderbuch

    Erster Schritt bei der Planung der Route in der Funktion „Buch der Ausflüge“ (Neue Tour 1/7) dient der genauen Spezifikation des Ortes und des Typs der Bergaktivität, was den Rettungskräften im Falle eines Verschwindens wichtige Informationen für den Einsatz der richtigen Technik und Suche liefert.

    Alpines Notsignal

    Wenn die Technik versagt, verwenden Sie ein akustisches (Pfeife, Schrei) oder Lichtsignal: 6-mal pro Minute (alle 10 Sekunden), dann 1 Minute Pause. Die Antwort der Retter ist 3-mal pro Minute.

    Signale für den Hubschrauber

    Wichtigster Grundsatz zum Schluss

    Die beste Rettung ohne Signal beginnt schon vor der Tour. Geben Sie immer jemandem Ihre Route und die voraussichtliche Rückkehrzeit bekannt. Wenn Sie sich nicht melden, alarmieren Ihre Angehörigen die HZS, die dann genau weiß, wo sie Sie suchen muss.

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