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Wie man sich bei einer Begegnung oder einem möglichen Biss einer Kreuzotter verhält

Detaillierter Blick auf die Kreuzotter

Foto:Kreuzotter | Autor:BennyTrapp | Lizenz: CC BY-SA 3.0

Ein Biss einer Kreuzotter (unserer einzigen Giftschlange) erfordert sofortige ärztliche Hilfe, aber in erster Linie ist es wichtig, nicht in Panik zu geraten. Für einen gesunden Erwachsenen ist ein Biss selten tödlich, aber für Kinder, ältere Menschen, Personen mit schwachem Herzen oder Allergiker stellt er ein ernstes Risiko dar. 

Hier sind die genauen Schritte, wie Sie vorgehen sollten und was Sie im Gegenteil vermeiden sollten.

Zur Verringerung des Risikos einer Begegnung mit der Kreuzotter gehört auch, dass man sich nur auf markierten Wanderwegen bewegt. Kreuzottern sonnen sich tagsüber gerne. Wenn uns eine Kreuzotter gebissen hat, bedeutet das nicht unbedingt, dass sie auch ihr Gift abgegeben hat. Sollte dies jedoch tatsächlich der Fall sein, erkennen wir es an Symptomen wie Schwellung und Schmerzen an der Bissstelle.

Was unmittelbar nach dem Biss zu tun ist

  • Ruhe bewahren und Bewegung einschränken: Panik, Laufen oder schnelles Gehen beschleunigen den Herzschlag, was dazu führt, dass sich das Gift viel schneller im Blutkreislauf ausbreitet. Der Betroffene sollte sich sofort hinsetzen oder hinlegen.

  • Rufen Sie Hilfe: Rufen Sie sofort den Rettungsdienst unter der Nummer 155 oder die universelle Notrufnummer 112 an.

  • Gliedmaße ruhigstellen: Den betroffenen Arm oder das betroffene Bein völlig ruhig halten. Am besten mit einer improvisierten Schiene (wie bei einem Bruch) ruhigstellen und locker hängen lassen. Nicht über Herzhöhe anheben.

  • Entfernen Sie enge Gegenstände: Nehmen Sie sofort Ringe, Uhren, Armbänder und enge Kleidung von der verletzten Extremität ab. Die Umgebung der Wunde wird bald stark anschwellen, und diese Gegenstände könnten wie eine Aderpresse wirken.

  • Wunde nur leicht abdecken: Wenn Sie einen Verbandskasten haben, können Sie die Wunde leicht mit einem sterilen Gazestück abdecken, damit kein Schmutz hineingelangt. Auf keinen Fall fest verbinden.

Was man NIE tun sollte (gefährliche Mythen)

Bei der Ersten Hilfe nach einem Schlangenbiss werden oft Fehler gemacht, die den Zustand des Patienten erheblich verschlechtern.

  • Verwenden Sie kein Tourniquet: Schürzen Sie die Extremität über der Wunde niemals ab. Die Unterbrechung des Blutkreislaufs führt dazu, dass sich das Gift an einer Stelle konzentriert, was zu ausgedehntem Gewebetod (Nekrose) und im schlimmsten Fall bis zur Amputation führen kann.

  • Gift nicht mit dem Mund aussaugen: Es ist wirkungslos und extrem gefährlich. Der Retter riskiert, dass das Gift über kleine Wunden in der Mundhöhle in den eigenen Blutkreislauf gelangt, und kann gleichzeitig gefährliche Bakterien in die Wunde einbringen.

  • Schneiden Sie die Wunde nicht, brennen Sie sie nicht aus und behandeln Sie sie nicht anderweitig: Auf diese Weise bekommen Sie das Gift nicht heraus, sondern verschlimmern nur die Gewebeschädigung.

  • Legen Sie kein Eis auf: Das Kühlen der Wunde wird nicht empfohlen, da es weitere Schäden an der ohnehin empfindlichen Stelle verursachen kann.

  • Verabreichen Sie keinen Alkohol und kein Koffein: Kaffee, Energy-Drinks oder Alkohol beschleunigen den Puls oder erweitern die Blutgefäße, wodurch das Gift schneller in den Körper eindringen kann. Geben Sie nur klares Wasser.

Wichtiger Hinweis zum Transport: Wenn Sie sich in schwer zugänglichem Gelände befinden, wohin der Rettungsdienst nicht kommen kann, und Sie sich bewegen müssen, tun Sie dies so ruhig wie möglich. Wenn möglich, lassen Sie sich tragen oder gehen Sie sehr langsam und machen Sie häufige Pausen, damit sich Ihr Puls nicht erhöht.

Viperaberus1.jpg

Foto:Kreuzotter | Autor: Zdeněk Fric | Lizenz: CC BY-SA 3.0

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